Kann man Kreativität erlernen? Teil I

Die DIY Welle rollt. Wir leben in einer soziokulturellen Umgebung, die uns ermöglich alles preiswert, jederzeit und schnell zu kaufen. Als Gegenbewegung scheint es plötzlich wieder attraktiv Dinge selbst zu machen. Galt Handarbeit vor einigen Jahren noch als hausbacken, ja nachgerade als Symbol eines überkommenen Frauenbildes vergangener Zeiten ist es wieder Hip, selbstgeschneidertes zu tragen und Kuchen zu backen.

In meiner Kindheit wurde aus finanziellen Gründen wiederverwendet, heute nennt man es Upcycling. Wohin man blickt Kreativität steht wieder hoch im Kurs. DIY als  Entspannung, Entschleunigung oder ein Alternativkonzept zur Konsumgesellschaft?

In letzter Zeit bin ich verstärkt über Artikel zum Thema Kreativität gestolpert. Was machen kreative Menschen anders? Kann man Kreativität erlernen? (z.B. hier click click)

Kann man Kreativität erlernen? Ein Frage die viele zu beschäftigen scheint. Ich glaube zum Thema Kreativität gibt es zahlreiche Missverständnisse. Dazu stellt sich zunächst die Frage: Was ist Kreativität? Wie definiert sich Kreativität?

Kreativität Zitat

Kreativität bedeutet, im genauen Wortsinn, etwas Neues zu erschaffen. Im Englischen wird es deutlicher. ‚To create‘ wird mit ‚etwas erschaffen, etwas verursachen, etwas gestalten‘ übersetzt. Der Duden definiert Kreativität als Schöpferkraft, das Schöpferische.

Per Definition beschreibt Kreativität also weniger das Erzeugen von hübschen Gegenständen als den Akt etwas Neues ins Leben zu rufen. So gesehen ist auch ein Ingenieur kreativ, der eine Lösung für ein technisches Problem (er-) findet obwohl er selbst nichts werkelt und baut, stattdessen vielleicht nur in einen Computer hinein tippt.

Etwas nachzubilden das andere vorgemacht haben mag von großer Handwerkskunst zeugen, hätte aber laut dieser Definition nichts mit Kreativität zu tun.

Trotzdem, im Sprachgebrauch versteht man heute unter Kreativität eine Zusammenballung verschiedener Talente wie Sinn für Ästhetik, räumliches Denkvermögen, künstlerisches Gestalten, handwerkliches Geschick, Ideen, Phantasie und Originalität.

Mir scheint, die Begriffe motorische Fähigkeiten oder handwerkliches Knowhow werden oft mit Kreativität verwechselt. Handwerkliches Wissen muss man sich aneignen, damit kommt niemand auf die Welt, motorisches Geschick muss man üben (üben, und nochmals üben!) Auch Sportler oder Musiker müssen trainieren um ihre Bewegungsabläufe zu höchster Vollendung zu bringen.

In meinen Kursen hatte ich oft Teilnehmer die schon von weitem, vollmundig, erklärten sie seien nicht kreativ. Mit der Zeit filterte ich verschiedene Grundmuster für diese Annahme  heraus.

Kreativität kann an der Frage des Maßstabes scheitern

Ungeschicklichkeit wurde mit Nicht–Kreativität gleich gesetzt. Dabei wurde von höchsten Maßstäben ausgegangen. Sprich das Produkt eines Anfängers sollte so aussehen, wie das eines Profis! Das ist ein bißchen so, als würde jemand sagen, ich kann nicht Schwimmen lernen, weil ich nicht schwimmen kann. Hier sind Geduld und Übung gefragt!

Leistungsdruck

Nicht selten hörte ich Äußerungen wie „mein Mann hat gesagt ich soll etwas anständiges mit nach Hause bringen, wenn ich schon so einen teuren Kurs besuche“. Nicht das Kennenlernen eines Materials oder einer Handwerkstechnik standen im Vordergrund, sondern das Endprodukt. Hier wäre es vielleicht einfacher, zeit- und geldsparender in einen Laden zu gehen und ein schönes Produkt zu erwerben.

Mangelndes Selbstvertrauen

Mangelndes Vertrauen, der Ideenkiller schlechthin. Sehr oft ist es mir aufgefallen, die „Unkreativen“ haben nicht weniger Ideen, sie erschlagen sie nur gleich wieder. Was nicht vorgefertigten Maßstäben entspricht oder von einer Autorität abgesegnet ist (oder durch Gruppenresonanz gefördert wird) wird im Moment des Auftauchens sofort wieder eingestampft. (Das kann ich nicht; Das geht so nicht; Das macht man nicht so;)

Die Kreativmütter Geschädigten.

Eine Fraktion derjenigen die betonen nicht kreativ zu sein fasse ich, halb scherzhaft, unter dem Begriff ‚Kreativ-Mütter-Geschädigte‘ zusammen. Die Bastelmutti konnte alles so viel schöner, schneller und besser, sodass die Kinder sich außer Stande sahen auch nur Näherungsweise mit zu halten. Erschwerend kommt manchmal hinzu dass die Erwartungshaltung an die kindlichen Bastelerzeugnisse sehr hoch war. Nicht selten wurde korrigierend in die kindlichen Werke eingegriffen (gilt auch für übermotiviere KunsterzieherINNEN).

Die Thematik ist mir, leicht abgewandelt, selbst gut bekannt. Die ersten 25 Jahre meines Lebens hielt ich mich für ausgesprochen ungeschickt. Ich war das jüngste von drei Geschwistern, bei mir hieß es immer: „Geh‘ weg du kannst das nicht. Du bist noch zu klein dafür. Sieh zu das du nichts kaputt machst!“

Mir war immer schon klar, dass ich viele Ideen habe, aber das ich auch zu deren Umsetzung in der Lage bin ging mir erst viel später auf.

Ist Kreativität erlernbar?

Nun zurück zum Ausgangspunkt. Ist Kreativität erlernbar. Hierzu sage ich ein klares JEIN!

Kreativität ist ein Talent, ebenso wie Talent für Mathematik, Sprache oder Musik. Das Prinzip des Erlernens ist nicht unendlich strapazierbar. Ich zum Beispiel habe kein Talent für Zahlen. Auch mit viel Üben konnte ich nie mehr erreichen als ziemlich schlechtes Mittelmaß.

Ich habe auch kein Talent für Ordnung, mein Grundnaturell erfüllt das chaotische Künstler-Klischee voll und ganz! Allerdings hat mich derart unstrukturiertes Verhalten früher öfter in Teufels Küche gebracht. So lernte ich, ähnlich wie man eine Fremdsprache lernen würde, mich gut zu organisieren. Heute kann ich sagen das bereichert mein Leben ungemein auch wenn es mir immer noch wie das Sprechen in einer fremden Sprache vorkommt. Manchmal fehlen mir die Wörter, die Grammatik mag nicht ganz richtig sein, und trotzdem erweitert es den Aktionsradius ungemein! Wer eine fremde Sprache spricht kann sich in fremden Welten bewegen.

Kreativität zulassen!

Im Bezug auf Kreativität geht es vielleicht eher darum die passenden Rahmenbedingungen zu schaffen als eine bestimmte Fähigkeit zu trainieren.  Kreativität beginnt im Kopf!

Neurologisch betrachtet ist das Gehirn dann am kreativsten wenn sich der Mensch in entspanntem Zustand befindet. Unser Gehirn ist dazu ausgerichtet uns möglichst in allen Lebenslagen zu unterstützen. Müssten wir ständig über alles nachdenken wäre dies eine unglaubliche Überforderung. Daher neigt das Gehirn dazu, unter Druck die bewährten Denkautobahnen zu benutzen. Höchst kontraproduktiv wenn es darum geht etwas Neues zu erschaffen! Das illustriert sehr schön warum bei Talentwettbewerben, im Fernsehen, selten die Kreativsten gewinnen, sondern jene die dem Druck am besten standhalten können.

Damit der Artikel nicht zu lang wird habe ich ihn aufgeteilt. Im nächsten Post stelle ich meine Anregungen vor, Kreativtät zu ermöglichen.

Ich bin neugierig!

Wie war das bei euch? Wart ihr schon immer Kreativ?

Was gefällt euch an DIY?

Vergleicht ihr euch mit anderen?

Wo hängt eure eigene Messlatte?

Wie immer freue ich mich auf eure Kommentare!

Tutti

Schöner Leben!

Die volle Geschichte zur kunterbunten Hirnstruktur ist hier nachzulesen

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Kreativitätskiller

 

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26 Kommentare

  1. Toller Beitrag! Ich war schon immer irgendwie „anders“ das hab ich recht schnell gemerkt und sofort versucht, das gleich zu vertuschen, bloss nicht auffallen! Gemalt und gebastelt habe ich schon immer gerne, aber erst in den letzen Jahren so richtig zu mir selbst gefunden und der Mensch gefällt mir inzwischen gut, wie er ist. Mit dem Experimentieren beim Nähen kann ich prima meine Persönlichkeit unterstreichen und blöde Blicke zu diesem oder jenem Outfit nehme ich inzwischen als Kompliment, weil es wohl nicht massentauglich ist. Gut so! Kreativität ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens, sie bringt mich vorwärts. Sicher braucht man einen gewissen Draht zum Selbermachen, aber wie du schon schreibst ist bei vielen der Gedanke an das bitteschön perfekte Endprodukt sowie mangelndes Selbstvertrauen ein echter Blockierer. Manchmal ist eben auch der Weg das Ziel! Liebe Grüße, Nadine

    • Liebe Nadine, du sagst es: Ein Weg entsteht beim Gehen!
      Das gilt für Kreativtiät, ebenso wie für das Entwickeln von handwerklichen Fähigkeiten oder finden des eigenen Stils. Den wenigsten Menschen wird beigebracht ‚besonders sie selbst‘ zu sein. Weder in der Schule, noch im Elternhaus. Meine tröstliche Erfahrung ist, dass wichtige Persönlichkeitmerkmale sich trotzdem ihren Weg bahnen.
      Du erwähnst etwas wichtiges! Kreativität reicht in alle Lebensbereiche hinein und verändert, heimlich, still und leise ganz vieles unbemerkt. Das Selbstbewusstsein, die Lebenseinstellung, die Art anderen zu Begegnen….
      😀 Happy Sewing Tutti

  2. Ist nicht jeder auf seine Art kreativ Tutti? Ich finde, jeder Mensch hat irgendwo ein Talent, er muss es nur finden und vor allem dann ausleben. Ich verstehe immer die Nörgler nicht „ich hab doch keine Zeit, wann soll ich das noch tun…..“. Zeit findet sich immer, man muss einfach Prioritäten setzen. Für mich kann ich sagen „nähen ist mein Yoga“, es bringt mich runter, macht mich glücklich. Ich mag nicht die allerkreativste vorm Herrn sein, aber mache meinen „Job“ gut an der Nähmaschine und vor allem liebe ich das, was ich tue und das ist die Hauptsache. Dass man sich selbst und das, was man tut liebt. Mit anderen vergleichen wird sich jeder irgendwann einmal, aber ich versuche, hier nur mich selbst und meine Dinge zu sehen und bewundere all die anderen schönen Dinge auf Blogs wie deinem und versuche mich, hier inspirieren zu lassen. Klappt ganz gut 😉

    LG Katrin

    • Liebe Katrin, du scheinst hellseherische Fähigkeiten zu haben. Manches das du ansprichts kommt in Teil II.
      Ich würde nicht sagen das jeder gleichermaßen Kreativ ist, ebensowenig wie jeder sportlich ist. Das ist auch nicht notwendig, gerade die Vielfalt der Menschen macht das Leben interessant! Was ich meinte ist, dass man auch Elemente aus Bereichen intgrieren kann die einem nicht natürlicherweise zugefallen sind. Mir geht es manchmal sogar so, das ich auf die Erfolge die ich mir mühsam erarbeitet habe noch stolzer bin als auf das was mir mühelos in den Schoss fällt. Als ich zum erstem Mal meine Steuererklärung ganzalleinganzselbst erledigt hatte war ich stolz wie Bolle 😀

      Der Zustand den du ‚als Nähen ist mein Joga‘ beschreibst ist ein untrügliches Zeichen für einen kreativen Menschen. 🙂 Ich lese deine Posts sehr gerne und freu mich schon auf das Nächste!!! Liebe Grüße Tutti

  3. Hallo Tutti, schöner Beitrag. Manchmal hilft auch wenig besitzen, dann können sich Kinder mit was anderem beschäftigen als mit vorgefertigten Produkten und Medienkonsum. Das war bei mir zumindest so.
    LG Esther

    • Liebe Esther, ein gutes Stück weit bin ich bei dir. Ich bin in sehr einfachen Verhältnissen aufgewachsen, das hat meine Kreativität SICHER gefödert. Wir haben alles verwendet, altes Styroppor, Holz, Altkleider. Mein Lieblings waren große Pappkarton zum Hausbauen.
      Es hat aber auch bewirkt das ich ganz scharf war auf Wohlstand und Fülle. Ich habe sehr hart dafür gearbeite mir ein großzügiges Haus leisten zu können und mir all die schönen Dinge kaufen zu können nach denen ich mich lange gesehnt hatte.
      Jedes Prinzip das man über seinen Zenit hinaus strapaziert verkehrt sich ins Gegenteil. Ich glaube hier geht es darum eine gesunde Balance zu finden.
      Liebe Grüße Tutti

  4. Liebe Tutti. Ganz toll dein Beitrag und deine Gedanken zur Kreativität. Ich finde, dass Kreativität viel zu oft aufs „hardcore“-Handwerkliche beschränkt wird, also Nähen, Handarbeit, Kunst usw. Es ist aber so, dass Kreativität in vielen Bereichen zum Vorschein kommt, in der Art sich anzuziehen, in der Art seine Wohnung zu dekorieren, in der Art seinen Alltag zu gestalten oder einfach nur, in der Art Gedanken auszudrücken oder humorvoll zu sein. Und wo ich dir absolut zustimme ist, wenn du schreibst, Kreativität muss man einfach zulassen, ungebremst und ohne falsche Bescheidenheit. Lange hat man mir erzählt, dass ich dies oder das doch nicht kann … bis ich aufgehört habe, darauf zu hören und einfach mal angefangen habe, ungebremst und frei kreativ zu sein. Das nötige Know-How kommt mit der Zeit und dann lernt man sich und seine Talente oder auch Nicht-Talente erst recht kennen.
    Ganz liebe Grüsse,
    Claudine

    • Liebe Claudine, freut mich das du dich im meinem Beitrag wiederfindest. Ich kann mir auch nicht erklären wie und wann sich der Wortsinn von ‚Genialität‘ nach ‚Schönes Ding gemacht‘ verschoben hat 😄
      Was mich allerdings immer wieder freut ist zu sehen das Eigenschaften, die essentiell zu einer Persönlichkeit dazu gehören, stets einen Weg finden sich auszudrücken. Allen Negativbotschaften und Hindernissen zum Trotz!
      Toll auch, das du schreibst das man mit Erfahrung so seine Talente und Nicht-Talente kennenlernt. Ich glaube das ist ein wichtiger Hinweis für viele.
      Liebe Grüße Tutti

  5. Danke, Tutti ::) Ich unterschreibe jeden Deiner Sätze und bin wohl auch so eine Kreativ-Mutti-Geschädigte weil, zu klein, zu langsam, mach ich lieber selber … Die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen mit kleinen aber sehr entmutigenden Sätzen, die ein kleines Mädchenherz viele viele Jahre belasten können…. Deshalb auch immer wieder mein ungläubiges Staunen wenn jemand meine Arbeiten schön, toll usw findet. Ich selbst finde immer noch irgendwas verbesserungswürdiges und übe mich gerade darin, meinen Anspruch auf ein realistisches Maß zu bringen. Im Klartext: ich wehre mich gegen meinen eigenen Perfektionismus!
    Freu mich auf die Fortsetzung und drück Dich aus der Ferne,
    Katrin

    • Liebe Katrin, da verstehe ich dich gut. Was die frühkindlichen Botschaften angeht ebenso wie den Perfektionismus! Das zu verändern war ein langer Weg für mich. Dein Kommentar macht mich nachdenklich, denn gerade überlege ich was mir geholfen hat die Dinge neu zu betrachten. Halte dich fest, es waren durch die Bank ’negative‘ Erlebnisse die mich bewogen haben die Priorotäten neu zu setzten und so letztlich ein Segen waren.
      Man könnte es aber auch ohne Tritt in den Allerwertesten angehen 😀
      Fortsetzung folgt… Liebe Grüße & zurück gedrückt! Tutti

  6. Liebe Tutti,
    ich würde sagen, ich war schon immer kreativ. Meine Mutter sagt, mich konnte man als Kind einfach mit etwas Papier und einer Rolle Tesa in die Ecke setzen und ich war stundenlang beschäftigt und habe gebastelt was das Zeug hält. Ich liebe DIY und bin auch immer auf der Suche nach neuen interessanten DIY Ideen zum Nachmachen. Ich bin sehr perfektionistisch und hänge meine Latte sehr hoch (das nervt mich manchmal schon selber)…schon über kleine Fehler ärgere ich mich und sie fallen mir immer wieder ins Auge.
    So wirklich vergleichen mit anderen tue ich mich eigentlich nicht…ich mache einfach „mein Ding“ aber finde es schon spannend, wenn ich sehe, was andere z.B. aus denselben Schnitten gezaubert haben.
    LG, Tyrsten

    • Liebe Tyrsten, schön das auch mal zu hören! Jemand der sagt ich war schon immer Kreativ und es wurde unterstützt.
      Meine Mutter hat mir auch oft erzählt wie ich als Kind stundenlang am Boden saß und mir Bauklötzen spielte. Zwischendurch bin ich dann eingeschlafen und einfach wegtergespielt wenn ich wieder wach wurde…. Vielleicht ist ein Teil von Kreativität sich mit sich selbst beschäftigen zu können?

      Es ist nicht so das mir Perfektionismus fremd wäre. DIY besteht ja nicht nur aus Kreativität, es beinhaltet auch ein Stück Handwerkskunst. Niemand möchte in einem verzuppelten Shirt herum laufen. Immer besser zu werden und sich auszuprobieren ist ja ein Teil des Spaßes (übrigens wissenschaftlich beschrieben in The Flow).
      Allerding ging es mir schon manchmal so, dass ich unmittelbar nach dem Nähen total unzufrieden war. Monate später fällt mir das Teil in die Hände und ich finde es gar nicht schlecht und wundere ich über meine Pingeligkeit. 😉
      Liebe Grüße Tutti

      Ich wünsche

  7. Ein sehr schöner Beitrag zum Thema Kreativität. Viele Menschen in meiner Umgebung sagen mir, ich sei kreativ. Dabei denke ich, dass ich einfach das Interesse für die verschiedensten DIYs habe und einfach anfange, Dinge zu nähen, häkeln, basteln usw. Je mehr man diese Dinge macht, um so mehr kann man sie weiterentwickeln und dann kommt eines Tages auch mal eine eigene Kreation heraus. Ich denke, viele Leute haben einfach nicht den Mut anzufangen. Mehr ist doch Kreativität nicht, oder? Freue mich schon auf deinen 2. Teil. LG Undine

    • Liebe Undine, ich glaube auch das ein Schlüssel zu Kreativität ist einfach anzufangen. Ist der Anfang mal gemacht ergibt sich ein Domino Effekt. Zumindest geht es mir so 😉
      Ich stoße häufig auf Leute die sich gerne in DIY versuchen würden und den Einstieg nicht finden, daher der Artikel.
      Danke für deinen Kommentar, hoffendlich lesen ihn viele und bekommen s-o-f-o-r-t Lust anzufangen!

      Liebe Grüße Tutti

  8. Hallo Tutti!

    Ich war tatsächlich immer schon kreativ, habe noch in der Vorschulzeit zu häkeln begonnen und seit der Volksschule stricke ich. Mein erstes Kleidungsstück habe ich mit 7 Jahren gestrickt. Mit 14 Jahren habe ich zu nähen begonnen.

    Meist mag ich es nicht nach Anleitungen zu arbeiten, da ich lieber selbst etwas entwerfe. Wenn ich nach Anleitungen arbeite, dann entsteht meist trotzdem etwas anderes, weil ich irgend etwas immer anders mache.

    Das ist auch beim Kochen so, ich liebe es kreativ zu kochen, ohne Anleitung, ohne Rezept und dass immer etwas anderes entsteht.

    Schön finde ich die Definition – kreativ = es entsteht etwas Neues.
    lg
    Maria

    • Hallo Maria,
      ich freue mich immer wenn ich so etwas höre! Toll wenn man als Kind schon loslegen kann. Ich bin immer schwer beieindruckt was Teenies sich schon alles Nähen.

      Die kreative Ader habe ich sicher von meine Mutter geerbt, nur gezeigt hat sie mir nie etwas. Ich hätte so gerne gewollt. Wenn ich um Material bettelte dann hieß es immer „nein, du vermurkst das nur!“ Meinen ersten Durchbruch habe ich einer Handarbeitslehrerin in der 8.ten Klasse zu verdanken. Ich hatte mir bereits eine Aura aus Unnahbarkeit und Coolness zugelegt und fand die Frau extrem spießig. Sie lies sich von meiner kratzbürstigkeit nicht beirren und sagte zu mir wenn „du das wirklich können willst, dann kannst du es auch. Ich zeige es dir solange und sooft du möchtest“ Ich bin ihr heute noch dankbar dafür!

      Kochen nach Rezept – geht sowas denn? 😀

      Liebe Grüße Tutti

      • Hallo Tutti!

        Meine Mutter war auch sehr kreativ, das liegt bei uns in der Familie. Sie hat nicht nur gehandarbeitet sondern auch gemalt und viel gestickt.

        Damit bin ich aufgewachsen und irgendwie rein gewachsen.

        Als Kind hatte ich immer selbst gestrickte Sachen an. Damals habe ich es zwar gehasst, aber heute sehe ich einiges anders.

        lg
        Maria

      • Liebe Maria, wir wurden auch behäkelt und bestrickt. Ich war sehr stolz darauf individulle Stücke zu haben! Meine ältere Schwester hat mir erst vor kurzem erzählt sie hätte es gehasst.
        Spannend was man erst als Erwachsener über seine Familie erfährt, als Kind nimmt vieles als selbstverständlich. Ebenso spannend was man als Kind abgelehnt hat und später selbst macht….. Liebe Grüße Tutti

      • Hallo Tutti!

        Das stimmt, ist bei mir z.B. mit dem Wandern so. Mein Vater war passionierter Wanderer und ich habe es gehasst. Alle waren immer viel schneller und ich bin hinten nach gestapft und wenn ich endlich auch da war, ist es schon wieder weiter gegangen und ich konnte kaum noch.

        Lange Jahre habe ich es abgelehnt. Jetzt liebe ich selbst die Natur so sehr und gehe gerne wandern. Aber in meinem Tempo, da habe ich ein Trauma, am liebsten gehe ich daher alleine wandern.

        lg
        Maria

      • Hey Maria, was wohl unser Nachwuchs später erzählen wird? Was mich betrifft habe ich das schon eine Idee.. Liebe Grüße und einen guten Start in die neue Woche Tutti

  9. Liebe Tutti, ich war so gespannt auf deinen Artikel zum Thema. das regt direkt zum auch noch weiter über dieses Thema nachdenken und sich damit auseinandersetzen an. Werde gleich den zweiten Teil verschlingen und dann sicher ausführlich antworten. Danke für den genialen Input!

    • Liebe Eva, du hast den Anstoß gegeben. Nachdem ich deinen Artikel gelesen hatte war die Sache die ganze Zeit in meinem Kopf herum gehüpft. Wenn du den Faden jetzt aufnimmst freu es mich doppelt. Ich liebe ❤ Mind-Ping-Pong!!! Bis gleich, bei Teil II Tutti

  10. Eine interessante Frage und eine Freude, Deine Erfahrungen und Gedanken dazu zu lesen.
    Ich bin gespannt auf den 2. Teil.
    Nach meinen Erfahrungen benötigt Kreativität viel Input, selten entsteht etwas aus dem Nichts.
    Der Begriff Kreativität wird derzeit verschwenderisch benutzt.
    LG Ute

    • Danke Ute!
      Was meinst du mit Input? Ich glaube das Kreativität Raum braucht sich zu entfalten.
      Ich stimme dir zu, der Begriff Kreativität umfasst eine sehr große Spannweite 😉 Liebe Grüße Tutti

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