Kann man Kreativität erlernen? Teil II

KreativitaetIm Teil I von ‚Kann man Kreativität erlernen‘ ging ich der Frage nach was Kreativität eigentlich ist und was sie blockiert. Teil II gibt Anregungen wie man Rahmenbedingungen schafft die Kreativität ermöglichen und fördern.

Hier nun meine persönlichen Kreativitäts-Top-Tipps:

Fehler machen erlaubt

Mein ultimativer Lieblingstipp! Fehler machen ist erlaubt, es gehört dazu! Obwohl ich  über handwerkliche Erfahrung  verfüge gehe ich nicht davon aus das mir neue Ideen auf Anhieb gelingen. Im Gegenteil, möchte ich etwas neues Entwickeln gebe ich mir Zeit und verwende zunächst einfaches Material um entspannt ausprobieren zu können. Selbst wenn etwas Schönes misslingt ist gerade dass im Nachgang schon oft der Auslöser zu etwas besonders Schönem und Außergewöhnlichem geworden.

Ein Fehler und was daraus wurde: Fehler > Schön > Schön > Schön

Lernen

WaffeWenngleich Kreativität und handwerkliche Fähigkeiten nicht identisch sind, Fertigkeiten und Wissen sind hilfreich bei der Umsetzung von Ideen. Lernt die Basics! Wer einen Roman verfassen möchte hat auch zuvor das ABC gelernt.

Wer Fähigkeiten& Wissen erwerben möchte kann einen Kurs besuchen. Nicht umsonst lernen Handwerker drei Jahre lang ihren Beruf. Das Internet mag voller fantastisch einfacher DIY Anleitungen sein, ein echter Mensch, der profundes Wissen weiter gibt kann kreative Quantensprünge auslösen.

Ideen sind scheu wie Rehe. Erschreckt man sie, sind sie gleich wieder weg!

MonsterchenTauchen Ideen auf, so sollte man sie willkommen heißen, statt sie umgehend einer strengen Machbarkeitsstudie zu unterziehen. Man stelle sich vor ein lieber Gast kommt zu Besuch. An der Haustüre müsste er sich erstmal nackt entkleiden, einen medizinischen Scann absolvieren, seine Kontodaten offenlegen und seinen Stammbaum nachweisen. Der kommt nie wieder!

Gut, nicht jede Idee ist brillant, aber mir geht es oft so, dass Ideen mit der Zeit heranreifen oder sich während des Machens selbst optimieren. (Siehe nächster Punkt) Im Klartext, eine auftauchende Idee ist vielleicht noch nicht perfekt, vielleicht ist ihre Möglichkeit zur Umsetzung noch nicht 100% ig geklärt oder es fehlen noch Bausteine. Das alles hat nichts mit der Qualität einer Idee zu tun!

Domino-Idee

Mir geht es oft so das, habe ich erst einmal begonnen, eine Idee die nächste hervorbring. Aha, hier könnte man doch so und da noch ein bißchen länger und dazu noch ein xyz… Deswegen macht es nichts wenn Dinge nicht auf Anhieb perfekt gelingen. Die Erzeugnisse steigern sich mit der Zeit, die Kreativtät kommt beim Machen! Ergo einfach mal anfangen und ausprobieren!

Spielfreude

Gesehen Airport München; Zitat Albert Einstein
Gesehen am Airport München;  Zitat Albert Einstein

Wer nicht von Beruf Schneider oder Schreiner ist darf seine Perfektionsansprüche herunterschrauben und mit kindlicher Spielfreude an Projekte heran gehen.

Ein Kind spielt sehr versunken, vereint sich mit seinem Werk und findet später nichts dabei seinen Bauklotzturm wieder einzureißen. Es spielt um des Spielens willen und doch trainiert es damit seine Fähigkeiten! Viele Kreative beschreiben und lieben diesen Zustand.

Das ist kein Aufruf zu Liederlichkeit! Natürlich ist es toll wenn das Endprodukt schön ist! Natürlich darf man Stolz sein wenn die Fähigkeiten sich zunehmend verbessern, die Projekte aufwendiger werden! Wenn ich zu Spielfreude aufrufe, dann geht es mir darum einen Zugang zu kreativem Denken zu öffnen. Wer nicht gleich mit überhöhten Maßstaben antritt ist mutiger darin Neuland zu betreten.  Die Erfahrung kommt durchs Machen!

Bedarfserfindung

Vom alten Kellerfenster zum Hängeregal
Vom alten Kellerfenster zum Hängeregal

Es mag so aussehen als würde dieser Punkt dem letztgenannten diametral entgegenstehen, doch Bedarf ist eine starke Motivation. Kreativität existiert nicht ausschließlich zum Selbstzweck. Jeder kennt den Spruch ‚Not macht erfinderisch‘. Hier schließt sich der Kreis. Kreativität bedeutet etwas Neues, bisher noch nie da Gewesenes zu erschaffen. Obwohl nach wie vor nur jene Mittel zur Verfügung die gestern auch schon vorhanden waren. Kreatives Denken fügt das Vorhandene solange zusammen bis das Passende entstanden ist.  Ein Kreativer Geist hält Ausschau nach Möglichkeiten. Was von dem, dass ich nutzen kann, könnte das Gewünschte ergeben?

Das beinhaltet den Faktor Zeit den man sich dafür zugestehen darf. Ein berühmtes Beispiel ist Thomas Alva Edison, der Jahre brauchte die Glühbirne zu erfinden. Am Anfang stand die Idee ‚künstliches Licht für Jedermann‘. Man hielt ihn für verrückt aber er hatte einen Bedarf erkannt!

Mut& Selbstvertrauen

TuttisophieKreativ werden kann, wer beginnt sich selbst als Autorität einzustufen. Wer etwas Neues erschaffen möchte, darf nicht erwarten damit gleich dem Gruppengeschmack zu entsprechen. Noch darf man stets den Segen einer anerkannten Autorität dafür erwarten. Wer dabei ist etwas Neues zu kreieren ist seiner Zeit einen Schritt voraus!

Ein Erlebnis aus meiner Werkstatt erklärt am besten was ich meine. Mutter und Tochter waren zum freien Töpfern erschienen. Die Mutter hatte die Vorstellung das Kind möge Blumen ausstechen. Doch das Mädchen ging einen Schritt weiter und setzte verschiedene Elemente zusammen. Gut, ich gebe zu, es sah ein wenig ungelenk aus, aber es war klar zu erkennen das Kind dachte dreidimensional und war um Meilen weiter als die korrigierende Mutter.

Zeit!

Grabstein WitzOft höre ich Sätze wie „ich würde ja so gerne, aber ich habe keine Zeit“. Das kann ein praktischer Vorwand sein, frei nach dem Motto ‚ich würde ja soo gerne Sport machen aber ich habe leider gaar  keine Zeit dafür‘, ganz oft aber ist es wirklich ernst gemeint!

Sicher gibt es Lebensphasen die wirklich keinen Freiraum für kreative Hobbys lassen. Wer kleine Kinder, kranke Angehörige oder eine stressige Phase im Job hat kennt das nur allzu gut. Solche Lebensabschnitte gibt es, dann heißt es der anstehenden Aufgabe seine ganze Kraft zu widmen und fertig! Anderes ist später wieder dran.

Doch außerhalb solcher Lebensphasen geht viel Zeit ungenutzt verloren. Der Alltag der tausend Dinge erfindet täglich neue Kleinigkeiten. Immer gibt es etwas unerledigtes im Büro, eine schmutzige Stelle im Haushalt, Mitmenschen die einen mit ihren Interessen mit Beschlag belegen. Dazu hypnotische Zeitvernichter, wie Fernseher oder Computer.

Wer wirklich Sehnsucht danach hat seiner Kreativität mehr Raum zu geben, der braucht eine Art Zeitmanagement. Mir hilft es immer sehr, bestimmte Tage mit bestimmten Aufgaben zu belegen. So erledige ich zum Beispiel Montags alle Büro& Schreibarbeiten und Donnerstags alle Hausarbeiten. Das hält mir das Wochenende frei für mich, für meine kreativen Hobbys. Diesen Freiraum verteidige ich notfalls auch. Die Mitmenschen haben sich daran gewöhnt! 😉

Wer Zuhause nie zu etwas kommt, könnte sich wochenendweise von seinen Lieben verabschieden und außerhalb einen Kurs besuchen. Das geht oft einfacher als zwischen Tür und Angel, eingequetscht zwischen Job und Kind etwas anzufangen ohne die nötige Muße (Man beachte die sprachliche Nähe von Muse und Muße!)

Meine Erfahrung als Kurzformel lautet man muss sich die Zeit nehmen! Das beinhaltet auch, es sich wert zu sein! Sich wert zu sein die eigenen Bedürfnisse als ebenso wichtig einzuschätzen wie die der Mitmenschen oder gleichwertig gegenüber den Anforderungen des Alltags!

Pause machen, Bewegen, Entspannung

Aus der Geschichte 'See you later'
Aus der Geschichte ‚See you later‘

Kreativität gerät manchmal in‘s Stocken, das ist normal. Man arbeitet an etwas, es gelingt nicht, die Materie scheint sich gegen einen verschworen zu haben! Dann hilft es Pause zu machen, die Arbeit weg zu legen! Vorübergehend nicht mehr darüber nach zudenken!

Ich bin schon oft, nach einem langen Tag im Kreativzimmer, mit hängenden Zöpfen, frustriert, aus dem Arbeitszimmer geschlichen. Eine Arbeit ruhen zu lassen bedeutet nicht aufzugeben. Es schafft den Freiraum für neue Ideen. Sehr kontraproduktiv in diesem Zusammenhang ist sich selbst fertig zu machen. Daher nochmal ein kleiner Ausflug in cerebrale Strukturen.

Das Gehirn arbeitet am effektivsten wenn rechte und linke Gehirnhälfte aktiviert sind. Früher war die Lehrmeinung die rechte Hirnhälfte sei für Kreativität, Empathie und ganzheitliches Denken zuständig, die Linke für logisches Denkvermögen und dem Speichern von Wissen. Heute geht man davon aus, dass es über das ganze Hirn verteilt, Areale gibt die sich vernetzen. Je vernetzter umso Effektiver. Durch Bewegung wird die Interaktion der unterschiedlichen Hirnbereiche zusätzlich gefördert. Nicht immer ist das Ergebnis umgehend sichtbar aber der Hirnstoffwechsel verändert sich dadurch und die benutzen Datenstraßen werden vielfältiger.

Viele großen Denker, Wissenschaftler und Künstler berichten von Eingebungen, im Ruhezustand. Newtons Story des fallenden Apfels ist vielleicht die berühmteste davon. Träumend aus dem Fenster zu schauen kann ein ungemein kreativer Zustand sein. Wer weiß was Gehirn gerade ausbrütet!

Es ging mir schon oft so, dass mir, manchmal Tage später, unvermittelt bei einer entspannten ‚denklosen‘ Tätigkeit die Lösung plötzlich vor Augen stand. Hundegassi, Joggen, Radfahren, Abwaschen, Staubsaugen, im Garten werkeln sind die Klassiker. (Falls das nicht klappt siehe oben, unter Punkt Fehler machen!) Generell gilt: müde, gestresst und kreativ, das verträgt sich nicht.

Behandele dich so großzügig wie du möchtest dass dein Kind behandelt wird

Aus der Story ‚How to shock a nerd

Unser Gehirn besteht aus verschiedenen Schichten. Der älteste Teil davon ist das Reptiliengehirn. Hier wird neben lebenserhaltenden Grundfunktionen wie Atmen und Organsteuerung, über die drei basalen Rettungsreflexe Angriff, Fluch oder Totstellen entschieden. Wird das Notprogramm aktiviert, werden alle anderen Bereiche des Gehirns ausgeschaltet. Das Steinzeitgehirn schaltet auf Autopilot.

Wer vom Säbelzahntiger angegriffen wird hat keine Zeit nachzudenken, er muss all seine Energie auf das Überleben konzentrieren. Die neuern Teile des Gehirns, die in der Lage sind, statt reflexhaft zu reagieren, kluge Lösungen zu kreieren sind dann lahmgelegt.

Vielen Menschen wurde früh beigebracht ‚alles richtig‘ zu machen und Fehler um jeden Preis zu vermeiden. Gerade die frühkindlichen Inhalte sind sehr tief verinnerlicht und nonverbal verankert. Kommt nun jemand oder etwas vorbei und drückt den roten Kopf, läuft das Notprogramm an! Das erklärt deutlich warum Druck das Ende aller Kreativität darstellt.

Bitte im Kopf behalten, ich spreche über Kreativität, nicht über, wie erzeugt man das schönste Ding. Ich behaupte, das kommt später. Wenn eine Idee Wirklichkeit werden will dann bringt sie einen dazu sich anzustrengen und zu üben bis man voller Freude etwas hervorbringt. Lernen und Üben machen dann Spaß!

In der Schule wird Kreativität leider kaum gelehrt. Dort wird gelehrt vorgefertigtes Wissen abzurufen. Das ist sicher auch nützlich aber nur ein Stück des großen Kuchens.

Zusammenfassend lässt sich sagen das, dass was wir gemeinhin unter Kreativität verstehen, aus verschiedenen Komponenten besteht die, wenn sie zusammenwirken, in der Lage sind etwas Großartiges zu erschaffen. Um Ideen umsetzten zu können benötigt man Wissen über Material und Verarbeitung. Man benötigt Geschicklichkeit und handwerkliche Fähigkeiten die man erlernen und üben muss. Und man benötigt mentale Freiheit und Selbstvertrauen um den kreativen Prozessen Raum zu geben. Jede dieser Komponenten ist ein Talent, das sicher nicht jedem gleichermaßen gegeben ist. Nicht jeder ist dafür gemacht Mozart, Einstein oder Lagerfeld zu sein doch wird das Leben sehr viel reicher und schöner wo musiziert wird; wo innovative Gedanken den Alltag verbessern und Kleidung Spaß macht und individuell ist!

Abschließend möchte ich nochmal betonen dass beileibe nicht jeder kreativ sein muss. Das ist keine Zwangstugend! Jeder kann etwas anderes! Jeder hat einzigartige Fähigkeiten!

Meine Gedanke war es ein paar Anregungen zusammen zu fassen für alljenen die sich gerne mehr darin versuchen möchten eigene Ideen zu fördern. Oft braucht es nur ein paar kleine Veränderungen, einen neuen Blickwinkel oder einen ermutigend Stupser wie ‚trau Dich, du kannst das‘ um Fähigkeiten zu entwicken oder schlummernde Talente wachzuküssen.

Ich bin wie immer neugierig! Was sind eure Erfahrungen?

Liebe Grüße, Tutti

Kann man Kreativität erlernen? Teil I

Zum Finale erklärt die Keinohrkuh warum es nicht funktionieren kann, etwas zu Leben für das man nicht geschaffen ist, auch wenn es noch so gut gemeint ist.

Das ist die Keinohrkuh. Das liebe Eichhörnchen hat ihr mühsam beigebracht auf Bäume zu klettern, weil es toll ist von Ast zu Ast zu hüpfen.

Aus der Bildergeschichte A New School

Schöner Leben!

Merken

Merken

Merken

Merken

Merken

10 Kommentare

  1. Hallo Tutti!

    Sehr ansprechender Beitrag, da hast Du Dir wirklich jede Menge Gedanken gemacht.

    Selbst liebe ich es kreativ zu sein, es macht mir einfach Freude, etwas entstehen zu sehen.

    Um meine Ideen nicht zu verschrecken, fange ich einfach an damit, weil im Tun lösen sich viele Probleme von selbst.

    lg
    Maria

    • Liebe Maria, ich weiß nicht wie es dir damit geht, aber wenn mich die Muse küsst schreiben sich Artikel quasi selbst.

      Du sagst es auch! Einfach Anfangen ist, wie mir scheint, einer der Schlüssel. Auf einer Reise muss man auch nicht jeden Schritt schon vorplanen….
      Ich liebe auch den Zustand in den ich verfalle wenn ich kreativ bin.
      Liebe Grüße und frohes werkeln Tutti

  2. Meine Liebe, welch Freude es gerade war hier zu lesen. Hast du so treffend und wundervoll geschrieben und mit Illustrationen untermalt. Ich muss mich aber bei Punkt 1 als schuldig bekennen, ich bin so eine die immer frohen Mutes an Sachen herangeht die meistens beim ersten mal auch schon sehr gut klappen und deshalb nicht so auf Fehler vorbereitet ist…
    Erst gestern geschah es mir dann, dass etwas nicht ganz so perfekt gelang wie ich es mir vorstellte, ein nicht mal schlimmer Fehler, ich hatte halt etwas geschludert beim arbeiten, dass Endergebnis sah bis auf die eine Stelle grandios aus. Und was passierte mit meiner Stimmung: sie fiel in den Keller, es wurde beinahe infernalisch heiß in mir, ich kochte vor Wut auf mich selbst. Weil ich eben nicht ewig lang nachdenke sondern einfach mache und mir so mancher Fehler erspart bleiben würde, würde ich vorher etwas länger planen. Aber wenn ich länger plane, blockiert mich das in meiner Kreativität. Nun gut ich werde die Tage das gute Stück nochmal machen, hab ne Idee wie es besser geht und das „Prototypchen“ behalt ich mir für die Zukunft um zu sehen dass auch nicht perfekte Dinge schon ganz wundervoll sind und auch ich Fehler machen darf.
    Zu dem Thema Werkzeug bzw Anleitungen muss ich dir durchaus zustimmen, es ist eben auch so, dass man nie selbst an etwas neuem arbeiten kann bzw etwas erschaffen kann wenn man nicht weiß wie. Ein Regal kann ich auch ohne Anleitung zusammenschrauben weil ich gelernt habe wie Schraube und Bohrer funktionieren.
    Geht es dir manchmal auch so, dass du vor lauter Ideen nachts aufwachst oder nicht schlafen kannst? Ich würde dann am liebsten aus dem Bett aufspringen und loslegen *lach*
    Danke, Danke, Danke für deine tolle Themenreihe :-*

    • Liebe Eva,
      danke für deinen ausgiebigen Kommentar. In Teil I war es eigentlich mein Anliegen darauf hinzuweisen das Kreativität und Handarbeit& DIY nicht identisch sind. Ich bin mir nicht ganz sicher ob das ankam? 😉
      Kreativität beiinhaltet für mich ein gewisses Maß an Eigenständigkeit und neuer Ideen. Wenn die Blogs voller Schnabeltaschen und Kleid Lisa von Design-Susi sind, sind die Produkte zwar oft sehr schön aber Kreativ ist das nicht.

      Einfach frisch und wild an Sachen heranzugehen ist ist glaube ich eines der Geheimnisse für Kreativität! Natürlich ist es ärgerlich wenn im überbordenden Schaffensdrang was daneben geht, aber du hast es schon selbst gesagt, werden Ideen anfangs zu stark zensiert dann ist das hinderlich. Genauer und durchdachte kann man es später machen. Das ist übrigens auch was ich meinte, als ich schrieb, starke Ideen würden einen dazu bringen gemacht zu werden und es immer besser machen zu wollen. Ich empfinde da oft eine Eigendynamik. Wie bei diesem Artikel auch, der wollte geschrieben werden 😉

      Auch nächtliches Aufstehen fällt vermutlich in diese Kathegorie! Als ich die Werkstatt noch hatte ging es mir oft so, heute betrifft es eher Artikel (meist beruflich). Na, zumindest kenne ich diese Schaffensanfälle gut, ich musste lachen als ich es gerade bei dir las! Ich stehe oft voller Elan auf weil ich mich so freue auf das was ich machen will! Bin ich allein, vergesse ich zu essen, weil ich so vertieft bin….

      Schade um jede Idee die nicht umgesetzt werden kann weil es an handwerklichem Wissen fehlt! Das kennenlernen von neuem Material oder Techniken setzt nochmal ganze Ideenkaskaden frei… Wirst du auch oft angesprochen nach dem Motto ‚das möchte ich auch können‘? Wenn ich dann anrege das passende Wissen zu erwerben oder auch nur den Reissverschluss zu h-e-f-t-e-n dann will plötzlich keiner mehr. *LACH*

      Liebe Grüße Tutti

  3. Danke für die Fortsetzung, liebe Tutti 🙂
    Auch ich denke, dass mit einem guten Werkzeug und der passenden Technik einiges erreicht werden kann… und natürlich üben, ausprobieren, Fehler machen, neu beginnen, sich Zeit geben und nehmen…
    In diesem Sinne: DANKE DIR !!!
    Alles Liebe, Katrin

    • Hallo Katrin! Ja, ich würde auch sagen das diese Mischung ein gutes Rezept ist um Spaß an den eigenen Ideen zu haben. Ich wünsche dir einen guten Start in die Woche und viele kreatve Stunden 😉 Liebe Grüße Tutti

    • Liebe Eva, wie schön das du das Mind Ping Pong aufgenommen hast. Allein die Überschrift ist eine Wucht!
      Ich muss gestehen, ich habe schon viele Trends kommen und gehen sehen. Meine Erfahrung: Wenn die Welle einmal in den Supermarktketten und Baumärkten angekommen ist, dann ist der Zenit bald überschritten.
      Mir ging es oft so das ich auf allgemeines Unverständnis (oder ausgesprochene Ablehnung) stieß wenn ich eine Sache begann, dann dauerte es ein zwei Jahre und es wurde ultra modern und nicht selten lukrativ für mich.
      Ich fand es ohnehin mutig von dir den Faden nochmal aufzunehmen, wo schon Teil II meines Artikels wenig Freunde fand (siehe oben :mrgreen )
      Genau wie du glaube ich, dass wer immer auf der sicheren Seite bleibt, den eigenen Begrenzungen erliegt. Danke für deinen wunderbaren Artikel, liebe Grüße Tutti

  4. Danke für diesen Beitrag, seien wir es uns wert, Zeit so zu verbringen, wie wir es uns wünschen.
    Demnächst betreue ich einen Nähkurs von Kindern (10-16) in Begleitung eines Erwachsenen. Dann sind die Kinder für Gestaltung zuständig und die Begleitpersonen assistieren: schneiden Stoffe zu, bügeln und dürfen Fortschritte fotografieren. Mal sehen, wie das klappen wird (notfalls schreite ich ein wenn so eine „Töpfermutti“ dabei ist).
    LG Ute

    • Holla, drei Säcke Flöhe hüten 😉

      Da bin ich schon MEGA gespannt auf deinen Erfahrungsbericht!!!
      In den Kursen habe ich Muttis und Kinder immer getrennt bespaßt, meinem Empfinden nach, hatten alle mehr davon 😉

      Ich wünsche dir viel Erfolg! Liebe Grüße Tutti

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s