Melbourne – Liebe auf den zweiten Blick

Hallo, heute melde ich mich aus Port Campbell, das liegt an der Südküste Australiens.

Ehe ich von meiner Fahrt entlang der Great Ocean Road berichte, will ich euch von Melbourne erzählen. Für mich war es Liebe auf den zweiten Blick, dann aber heftig! In meinem Kopf überlegt es schon wann ich wieder kommen könnte.

Melbourne wirkt sehr europäisch, als ich ankam war das Wetter kalt und trübe und ich war müde, hatte Jetlag und war 10 Stunden im Flugzeug gesteckt.

Das erste was mir Melbournes Herz erschloss waren die Menschen, die so offen und freundlich auf einen zugehen.

Zu jedem bestellten Getränk wird in Melbourne Wasser in einer alten Flasche gebracht. Hipp oder?

In unzähligen Straßencafés kann man Kontakte knüpfen, ein Schwätzchen halten, die Aussicht genießen oder einfach nur einen Kaffee trinken.

An jeder Ecke Straßenmusik die zum Verweilen einlädt.

Queen Victoria Markets

Jeden Tag gefiel mir Melbourne besser.

Bei schönem Wetter fuhr ich hinaus zum Strand nach St. Kilda.

Ich genoss es mich einfach treiben zu lassen, hinter jeder Ecke etwas neues zu entdecken. Ich aß wenn ich hungrig war, ruhte aus wenn ich müde wurde. Wurde ins Nobelrestaurant eingeladen und teilte Brot und Nüsse, bei Sonnenuntergang, am Strand.

Ich wurde so entspannt, dass ich glatt den Tag verwechselte an dem ich aus dem Hotel auszuchecken und den Mietwagen abzuholen hatte.

Die Sache mit dem Mietwagen lag mir ohnehin schwer im Magen! Warum hatte ich das nur gemacht! Fahren auf der falschen Seite, im Gewühl einer Millionenstadt. Zudem ist der Verkehr noch anders organisiert, man zweigt links und rechts ab! Und überhaupt! Auf die schnelle eine neue Unterkunft besorgen und das schreckliche Auto abholen – ich bin leicht zu erschrecken….

Die Leihwagen- Agentur lag unmittelbar neben den Queen Victoria Markets, mitten in der Innenstadt! Glücklicherweise hatte ich einen Schutzengel. Ein lieber Mensch, den ich die Tage kennengelernt hatte, würde kommen, mich abholen und mit mir gemeinsam das Auto aus Melbourne heraussteuern.

In der Mietwagenfirma musste ich explizit nachfragen, wie denn das Auto funktioniert, denn nicht nur der Linksverkehr ist mir fremd, ich fahre normalerweise Schaltgetriebe.

Vorsichtig bugsierte ich das Auto aus der Tiefgarage, auf den nächstbesten freien Platz. Gut der war nicht in Fahrrichtung aber es war ein Parkplatz (in der Innenstadt) und quasi vor der Türe der Mietwagencompany. Um mich herum toste der Verkehr, quer in der Mitte eine Wende-Abbiegespur – wohin – keine Ahnung!

Ich rang mich dann dazu durch, jemand wildfremden auf der Straße anzuquatschen und ihn zu bitten das hübsche, kleine Auto ins gegenüberliegende Parkhaus zu steuern. Der Taxifahrer, mit dem ich vom Hotel gekommen war, hatte mich schon vorgewarnt, dies sei eines der teuersten Parkhäuser der Stadt. So hatte mich die Taxifahrt vom Hotel zur Mietwagenagentur 15$ gekostet, eineinhalb Stunden parken 22$. Egal!

Mittags wurde ich von meinem Schutzengel abgeholt. Vom Beifahrersitz aus gab er Anweisungen und soweit ich weiß habe ich, bis nach St. Kilda hinaus nur ein zwei rote Ampeln überfahren. Ich füge nichts hinzu wenn ich sage, er musste erst mal zu Toilette.

Am nächsten Tag dann gab es Fahrunterricht, an der Küste entlang, raus aus der Stadt.

Ich fühlte mich zurückversetzt in die Zeit als Fahranfänger, als man noch glaubt 6 Augen und drei Hände zu brauchen. Wohin muss ich gucken, was muss ich schalten, wer fährt wohin – alles ist fremd.

Ab dem nächsten Tag würde ich alleine unterwegs sein, das war mir klar. Auch hier folgte ich dem Rat meines Linksverkehr-Fahrlehrers und verließ St. Kilda am frühen Morgen um dem Verkehr zu entgehen. An jeder Kreuzung, an jedem Kreisverkehr hatte ich seine Stimme im Ohr: „Cars come from the right side“.

Außerhalb des unübersichtlichen Großstadtverkehrs gewöhnte ich mich schneller als gedacht an den Linksverkehr und fuhr der Great Ocean Road entgegen.

Jetzt noch ein paar Impressionen aus Melbourne. Schaut auch auf meinem Instagram vorbei, dort ist es unterwegs oft einfacher zu posten.

Melbourne hat unzählige Shoppingmalls
Melbourne White Night Festival
The Shrine of Remembrance. Unbedingt vorbei schauen, die Aussicht von dort ist fantastisch!
Melbourne ist berühmt für seine Graffiti Lanes
Flammenspektakel am Yarra River
Yarra River Melbourne

Das Outfit ist natürlich selbstgenäht, ich bin nicht dazu gekommen es vorzustellen. Aber wie ihr sehen könnt sind Schuhe und Tasche  farblich aufeinander abgestimmt. 🙂

Grüße aus Australien Tutti

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